BO Milch - IP Lait

die Branchenorganisation der Schweizer Milchwirtschaft - L`Interprofession Suisse de la filière lait

Standardvertrag und Segmentierung

Das Reglement für den Standardvertrag und für die Modalitäten zum Erst- und Zweitmilchkauf und zur Segmentierung dient der Erhöhung der Rechts- und Vertragssicherheit der Marktakteure. Kernelement des Standardvertrags ist die produktspezifische Bezahlung des Rohstoffes Milch in Abhängigkeit der am Verkaufspunkt realisierten Wertschöpfung. Diese Abstufung des Milchpreises wird als Segmentierung bezeichnet. Mit der damit angestrebten Transparenz beim Milchkauf erhalten die Produzenten eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Mengenplanung. Dieses Vorgehen leistet einen Beitrag zur Verhinderung von Milchmengen, welche über dem Marktbedarf liegen und wertschöpfungsstarke Märkte - und letztendlich die Produzentenpreise - bedrohen.

Kernelemente des Standardvertrages 

Unterteilung der vermarkteten Milch in die Segmente A, B und C

In den Milchkaufverträgen sind die Milchmengen gemäss folgender Segmentierung aufzuführen:

Segment Verwendung der Milch
A-Segment
  • Milchprodukte mit hoher Wertschöpfung (geschützt oder gestützt)
B-Segment
  • Milchprodukte mit eingeschränkter Wertschöpfung resp. höherem Konkurrenzdruck (ungeschützt und ungestützt)
C-Segment
  • Regulier- resp. Abräumprodukte ohne Beihilfe

 

 

Richtpreise
Regelmässige Festlegung und Publikation von Richtpreisen für die Milchpreise in den Segmenten A, B und C.

Mindestmenge im A-Segment
Es muss sichergestellt sein, dass jede PO/PMO auf Jahresbasis mindestens 60% der Gesamtmenge im A-Segment hat.

Freiwilligkeit der C-Menge
Die Freiwilligkeit der Lieferung von C-Milch muss beim Milchlieferanten gewährleistet sein.

Ombudsstelle
Bei festgestellten Unregelmässigkeiten bei den Mengenangaben können die Marktakteure die Geschäftsstelle der BO Milch als vertrauliche Ombudsstelle beiziehen.

 

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